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CARLOS SANDOVAL MENDOZA



Über mich


Carlos Sandoval Mendoza Porträt, Berlin, 2018

Berlin, 2018. Porträt von Ernesto Méndez

 

1956 geboren in einem Arbeiterviertel im Zentrum von Mexiko-Stadt, wuchs ich zwischen dem rauen Straßenleben und einem Haushalt voller Künstler auf. Meine Tante Andrea Gómez – Malerin, Grafikerin, Mitglied des Taller de Gráfica Popular – war die erste Künstlerin, die ich kannte, und sie war zu Hause. Elekta Arenal, Elizabeth Catlett, Leopoldo Méndez, Concha Michel, Pablo O'Higgins und Mariana Yampolsky gehörten zum familiären Umfeld.

Meine musikalische Ausbildung begann ich an der Escuela Nacional de Música (UNAM), bevor ich privat bei Julio Estrada Komposition und Musiktheorie studierte (1985–90). Ich baute und intonierte Klaviere bei Bösendorfer in Wien, studierte analoge Fotografie und Videokunst in drei Ländern und arbeitete drei Jahre als Assistent von Conlon Nancarrow in Mexiko-Stadt (1991–94).

Von 1999 bis 2018 erhielt ich fortlaufende Stipendien des mexikanischen Sistema Nacional de Creadores de Arte. Ich wurde vom ensemble mosaik (Berlin), und den Ensembles LIMINAR (Mexiko-Stadt), Vertixe Sonora (Galizien) und Contrechamps (Genf) beauftragt, sowie von der Americas Society, der Ernst von Siemens Musikstiftung, dem Grazer Kunstverein und weiteren Institutionen, Musikern und Künstlern. Meine Arbeiten wurden in verschiedenen Ländern präsentiert.

Seit 2003 lebe ich in Berlin. Zwanzig Jahre zwischen zwei Kulturen, zwei Sprachen, zwei sozialen Registern, nicht als Problem verstanden, sondern als Standortbestimmung. Die Schwelle zwischen Zugehörigkeit und Nicht-Zugehörigkeit ist der Ort, an dem ich mich immer am genauesten verortet fühlte.